Saisonale Küche – Trend mit vielen Vorzügen

Erdbeeren im Winter und Pilzsuppe im Sommer? Nicht alle Gerichte passen zur Saison. Dabei hat jede Jahreszeit ihre Vorzüge – auch auf dem Teller. Die Entscheidung für saisonale Lebensmittel kommt sowohl der Umwelt, als auch dem Verbraucher zugute. Deshalb beschäftigen sich immer mehr Menschen, die sich um einen bewussten Lebensstil bemühen, mit dem Thema “saisonale Küche”.  Wir klären in diesem Ratgeber, was der Unterschied zwischen bio, regional und saisonal ist, zeigen die Vorteile von saisonaler Küche auf und verraten Ihnen, welche Feldfrüchte zu welcher Jahreszeit wachsen.

Unterschied zwischen bio, regional und saisonal

Unsere Ernährung hat erheblichen Einfluss auf die Umwelt und die Natur. Und das in vielfältiger Hinsicht: Landwirtschaft, Tierhaltung, Transport, Weiterverarbeitung und Lagerung. Vor allem unsere Böden und Gewässer werden durch Schadstoffe und Düngemittel belastet. Deshalb macht es durchaus Sinn, sich bewusst mit seiner Ernährung zu beschäftigen. Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist es, Haushaltstipps im Internet zu recherchieren. Denn bewusste Ernährung beinhaltet Planung und Einkauf an –  schließt aber auch die richtige energiesparende Zubereitung mit ein.

Hier wollen wir uns als erstes einmal anschauen, was eigentlich der Unterschied zwischen den drei Begriffen ist, die oftmals in einen Topf geworfen werden: Bio, regional und saisonal.

Bio

Lebensmittel, die das “Bio”-Label tragen, müssen bestimmte gesetzliche Vorschriften erfüllen. Bei ihrer Herstellung wurde auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und auf leicht lösliche mineralische Düngemittel verzichtet. Fleisch aus Bio-Tierhaltung findet möglichst artgerecht statt.

Regional

„Regional“ bedeutet, dass ein Produkt in der „Region“ hergestellt wurde und deshalb nur kurze Transportwege hinter sich hat. Problematisch an diesem Begriff ist allerdings, dass es keine gesetzliche Definition dafür gibt, was „regional“ konkret bedeutet. Jeder Händler oder Produzent kann sein eigenes Verständnis von regional nutzen: Das kann wenige Kilometer Entfernung bis ganz Deutschland umfassen. Die „Milch aus der Region“ kann deshalb mitunter aus 500 Kilometern Entfernung kommen.

Saisonale kuche

Quelle: https://www.pexels.com/de-de/foto/stapel-verschiedener-gemusesorten-2255935/

Saisonal

„Saisonale“ Lebensmittel sind Feldfrüchte, die zu einer bestimmten Zeit im Jahr in einer Region reif sind und geerntet werden. Wer sie außerhalb der Saison essen will, muss auf Produkte zurückgreifen, die von weither importiert werden oder mit viel Energieaufwand in Gewächshäusern gezüchtet werden.

Was sind die Vorteile saisonaler und regionaler Küche?

Am nachhaltigsten ist es saisonale Feldfrüchte aus der Region einzukaufen, weil damit lange Transportwege entfallen. Es gibt jedoch noch weitere Vorteile der saisonalen und regionalen Küche:

–        Regional erzeugte Lebensmittel aus der aktuellen Saison brauchen keine energieintensiven Gewächshäuser, weil sie ganz natürlich auf dem Feld wachsen können.

–        Saisonale Produkte sind vergleichsweise günstig, weil in der jeweiligen Jahreszeit das Angebot groß ist.

–        Die Freude ist größer über einzelne Lebensmittel, wenn sie nicht das ganze Jahr über auf dem Speiseplan stehen. Man lebt durch die saisonale Küche im natürlichen Rhythmus der Jahreszeiten.

–        Saisonale Produkte, die ökologisch angebaut werden, sind besonders vitalstoffreich und nicht mit Pestiziden belastet.

Wie findet man saisonale Produkte?

Obst- und Gemüsesorten wie Kartoffeln, Karotten und Äpfel gehören zum sogenannten Lagergemüse bzw. Lagerobst. Das heißt, dass sie in Deutschland auch außerhalb ihrer eigentlichen Jahreszeit aus regionalem Anbau zu kaufen sind. Solche Lebensmittel sind nicht erntefrisch, sondern werden nach der Ernte für den Rest des Jahres eingelagert. Dadurch können diese Sorten ein wenig an Geschmack und Nährstoffen verlieren, weisen aber in der Regel immer noch eine hohe Qualität auf.

Bei den Obst- und Gemüsesorten, die nicht lagerfähig sind, sollte man wissen, was wann wächst. Der folgende kleine Saisonkalender gibt darüber einen kurzen Überblick über die Feldfrüchte auf deutschem Boden.

Was wächst wann?

  • Frühling: Kräuter, Bärlauch, Rhabarber, Erdbeeren, Karotten, Rucola, Spargel und Spinat.
  • Sommer: Himbeeren, Blaubeeren, Kirschen, Paprika, Tomaten, Melonen, Zucchini, Pfirsiche, Preiselbeeren und Stachelbeeren.
  • Herbst: Äpfel, Birnen, Kürbisse, Mais, Kartoffeln, Pilze, Quitten, Rote Bete und Zwetschgen.
  • Winter: Zwiebeln, Steckrüben, Wirsing, Schwarzwurzelgemüse und Kohl.

 

 

 

 

 

Auguste Sauer

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