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Die vier Jahreszeiten: Ideen zum Kochen und Backen mit Kindern

Die vier Jahreszeiten: Ideen zum Kochen und Backen mit Kindern

Jede Jahreszeit ist nicht zuletzt in köstlicher Hinsicht anders. Insbesondere dann, wenn Sie Ihren Nachwuchs in der Küche einbeziehen möchten, bieten sich deshalb verschiedene Optionen, daraus etwas sehr Lehrreiches und Spaßiges zu machen. Wie Sie Ihre Kinder und die Jahreszeiten in die Küche bringen können, zeigen wir Ihnen jetzt.

Warum Sie regelmäßig mit Ihren Kindern kochen sollten

Kindern kochen

In einem weiteren Text haben wir bereits erklärt, wie Sie Ihre Sprösslinge zu leidenschaftlichen kleinen Köchen machen können. Jetzt möchten wir die Gelegenheit wahrnehmen, um Ihnen zu zeigen, warum das überhaupt eine gute Idee ist – und Sie den Nachwuchs möglichst häufig in der Küche beteiligen sollen:

  • Die Kinder lernen früh einen sehr wichtigen Bestandteil von Selbstständigkeit.
  • Durch das Kochen wird ihnen der Wert von Speisen vermittelt.
  • Insbesondere beim dahinterstehenden Einkaufen wird vermittelt, wie wichtig (und manchmal knifflig) finanzielles Haushalten ist.
  • Die Kids merken, wie leicht sich Speisen variieren und verfeinern lassen.
  • Es entsteht ein gutes Gefühl für den Aufwand, der hinter vielem steht – über die Küche hinaus.
  • Sie können auf vergnügliche Weise eine notwendige Hausarbeit mit angenehmer Familienzeit verknüpfen – davon profitieren alle.

Wenn Sie nun noch das jahreszeitliche Kochen ins Spiel bringen, bekommen Ihre Kids überdies eine wichtige Lektion in Sachen Saisonalität und mitunter sogar Regionalität vermittelt. Allerdings geht dieses Thema etwas über reine Rezepte hinaus. Entscheidend ist, wie Sie die gesamte Herangehensweise gestalten.

Winter: Weihnachten und Traditionen

Winter Weihnachten und Traditionen

Die Vorweihnachtszeit dürfte wohl diejenige Phase sein, in denen die meisten Kinder Erstkontakt zu Kochfeld und Backofen aufnehmen. Und selbstverständlich ist es immer eine gute Idee, mit Plätzchen, Makronen und Co. zu starten. Allerdings sollten Sie dabei ruhig geschickt vorgehen:

  • Verbinden Sie die Rezepte mit Dingen, die die Kinder sowieso aktuell jetzt beschäftigen. Wenn etwa in Kita und Schule weihnachtliche Märchen und Geschichten auf dem Programm stehen, können Sie diese als Inspiration nutzen. Besonders beliebt sind Hexenhäuser aus Lebkuchen, da diese ausgiebig dekoriert werden können, sind der Kreativität bei Groß und Klein keine Grenzen gesetzt. Die Zubereitung ist einfacher als man denkt und gelingt auch Backanfängern, wenn man die entsprechende Zeit und Freude am Backen mitbringt.
  • Bringen Sie dem Nachwuchs seine eigene Familiengeschichte näher und wählen Sie Rezepte, die von den Groß- oder gar Urgroßeltern stammen. Sprechen Sie dazu gern Ihre eigenen Eltern an, vielleicht gibt es sogar ein großes, altes Rezeptebuch?!
  • Nutzen Sie die Freiheit der Küche, um ein jahreszeitliches Idealbild zu erschaffen – selbst, wenn die Realität draußen nicht mitspielt. Wenn dank Klimawandel beispielsweise Schnee kein Thema ist, wird besagtes Hexenhäuschen eben in eine mit Puderzucker verschneite Landschaft gestellt. Und statt herkömmlicher Kokosmakronen auf Oblaten lassen sich ohne Mehraufwand süße Schneemänner anfertigen.

Frühling: Frische aus der Natur

Fruehling Frische aus der Natur

Selbst ein milder Winter lässt viele Kids mit fortschreitender Dauer langsam nervös werden – draußen zu sein ist eben durch nichts zu ersetzen. Das sollten Sie bei passender Witterung unbedingt ansprechen und fördern. Mit den richtigen Maßnahmen gelingt es sogar, Ihren Kindern einen wertvollen (und köstlichen) Umwelt- und Naturwissensschatz zu schenken:

  • Nutzen Sie frühzeitig die Gelegenheit, um Gemüseaussaat zu betreiben. Bereits im Januar kann vieles im Haus eingesät werden, was später im Frühling ins Freiland gesetzt wird. Das ist deutlich lehrreicher und spannender, als später einfach nur fertige Pflanzen und Setzlinge zu kaufen.
  • Nehmen Sie bei passendem Wetter den Nachwuchs mit in die Natur und begeben Sie sich auf die Suche nach essbaren Wildkräutern. Passend dazu können Sie anschließend zuhause Brot backen, selbst Butter aus Sahne herstellen und köstliche Kräuterbrote genießen.
  • Schauen Sie immer wieder, was die lokalen Bauernhöfe und -stände schon anbieten und richten Sie Ihre Rezeptideen spontan danach. Es muss im Frühling nicht immer nur Spargel sein.

Sommer: Abkühlung und BBQ

Sommer Abkuehlung

Wenn der Sommer ins Fenster scheint – und besonders, wenn die Ferien nahen – haben selbst leidenschaftliche kleine Hobbyköche oft nicht so große Lust, sich lange in der Küche aufzuhalten. Kein Problem, denn mit den richtigen Ideen können Sie die Wünsche nach Draußensein mit Kochgenüssen verbinden:

  • Suchen Sie in der Umgebung nach Obsthöfen, bei denen man selbst Früchte pflücken kann. Ob Kirschen, Erdbeeren oder Stachelbeeren: Hier bietet sich eine grandiose Möglichkeit, mit den Kleinen zu erkunden, woher die Zutaten für köstliche Kuchen und Marmeladen kommen – und diese natürlich gleich darauf zuhause nachzumachen.
  • Nutzen Sie die erntefrischen, regionalen Früchte, um daraus Saft, respektive Sirup zu machen. Dann nämlich sind Sie nur noch einige Wassereisformen davon entfernt, den Kids zu zeigen, wie günstig und lecker Wassereis sein kann.
  • Wenn die Hitze es unangenehm macht, am Herd zu stehen, dann seien Sie kreativ: Bei genügend Sonneneinstrahlung können Sie beispielsweise mit Ihrem Nachwuchs erkunden, wie die nordamerikanischen Ureinwohner Pemmikan herstellten und es in der heißen Sonne trockneten. Tipp: Ist es bei Ihnen nicht heiß genug, oder haben Sie Hygienebedenken, dann funktioniert es ebenso mit einem leicht geöffneten Backofen bei zirka 50°C Umluft.
  • Beteiligen Sie den Nachwuchs gerne an der Vorbereitung für Grillabende. Belassen Sie es dabei aber nicht bei fertig gekauften Köstlichkeiten. Fleisch lässt sich so einfach marinieren. Und köstliche Grillspieße sind ebenfalls flugs hergestellt – natürlich auch mit den guten Gaben aus dem eigenen Garten.

Herbst: Bunte Farben und Leckereien

Herbst Bunte Farben und Leckereien

Wenn der Herbst da ist, dann ist die Erntesaison noch lange nicht vorbei. In Verbindung mit den jetzt wieder angenehmeren Temperaturen, aber noch häufigen Schönwetterphasen, haben Sie jetzt ein letztes Mal vor dem Winter großartige Gelegenheiten, mit den Kids in die Natur zu ziehen – und danach mit vollen Taschen in die Küche:

  • Informieren Sie sich über Streuobstwiesen in der Umgebung. In vielen Gemeinden ist es möglich, einzelne Bäume (und deren Ernte) für ein Jahr zu kaufen – dann gibt es mit etwas Glück und Lagergeschick Äpfel und Co. sowie Leckereien daraus bis tief in den Winter hinein.
  • Nutzen Sie die Nachmittage, um mit den Kindern leckere Waffeln zu backen. Das Mehl dazu können Sie jetzt bei manchen Landwirten erwerben.
  • Sammeln Sie draußen Wal- und Haselnüsse sowie Kastanien. Erstere werden geschlemmt oder weiterverarbeitet und dann wird mit letzteren und den Nussschalen herbstlich gebastelt.
  • Lassen Sie es sich vor Halloween nicht entgehen, (Speise-)Kürbisse zu besorgen und mit den Kindern zu bearbeiten: Die Hülle wird zu schaurig-schönen Fratzenlaternen für die Deko, das Innere lässt sich zu leckeren Suppen verarbeiten.
  • Falls Sie einen kleinen Garten oder sogar nur einen Hof haben: Es braucht lediglich eine Feuerschale und etwas Holz, um mit dem Nachwuchs draußen ein schönes Kartoffelfeuer zu entzünden – und natürlich die Erdäpfel darin zu garen.

 

Mila Bergmann

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